Radfahren ohne Höhenmeter-Stress im Quellenviertel
Warum das Quellenviertel Oberösterreich perfekt für Genussradler ist

Was macht eigentlich eine gute Genussradregion aus?
Eine Genussradregion braucht viel mehr als schöne Radwege. Denn es sind die kleinen Dinge, die eine Tour zum Urlaubserlebnis machen: eine Strecke, bei der nicht die Steigung das Highlight ist, ein Fluss, der ein Stück begleitet, eine Bank im Schatten, ein Gasthaus am Weg, eine Landschaft, die sich langsam verändert, statt ständig neue sportliche Herausforderungen zu stellen. Genau dann wird Radfahren zum Genuss mit allen Sinnen. Im Quellenviertel kommt einiges davon zusammen – nämlich gleich vier Tourismusregionen im Westen Oberösterreich. Das regionale Radwegenetz umfasst mehr als 700 Kilometer; viele Wege führen flach entlang von Flüssen oder sanft durch Moor- und Auenlandschaften. Wer mehr Herausforderung sucht, findet im Süden der Region auch hügeligere Strecken. So kann man sich seine Radtage so zusammenstellen, wie sie zu Lust, Laune und Kondition passen – gemütlich und entspannt oder mit etwas mehr Tempo.
Flüsse statt steiler Anstiege
Salzach, Inn und Mattig geben dem Quellenviertel Oberösterreich dabei nicht nur seinen landschaftlichen Charakter, sondern auch die Richtung für viele Radtouren vor. Gerade entlang der Flüsse lässt es sich angenehm dahinrollen. Der Innradweg führt durch das Europareservat Unterer Inn, während der Tauernradweg aus Richtung Salzburg entlang der Salzach in die Region führt. Wer am Wasser unterwegs ist, bekommt dabei mehr als eine einfache Verbindung zwischen zwei Orten: die Flusslandschaften bringen Ruhe in jede Tour, und geschützte Auen und Naturräume sorgen dafür, dass es unterwegs immer wieder etwas zu beobachten gibt.
Besonders eindrucksvoll ist das Europareservat Unterer Inn: Die weitläufige Flusslandschaft ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und macht deutlich, wie viel Natur entlang der Radwege zu entdecken ist. Auch die Salzachauen und der Salzach-Durchbruch gehören zu den besonderen Landschaftsräumen der Region.
Und wenn es doch ein bisschen mehr sein darf?
Genussradeln bedeutet aber nicht automatisch, dass jeder Kilometer schnurgerade und vollkommen flach sein muss. Im südlichen Teil des Quellenviertels wird die Landschaft etwa hügeliger. Die Anstiege bleiben dabei aber meist moderat, eröffnen aber immer wieder neue Perspektiven auf die Landschaft. Wer also gerne ein paar Höhenmeter sammelt, ohne daraus gleich eine sportliche Tagestour zu machen, findet hier einen guten Mittelweg. Oder wie man hier zu sagen pflegt: „A bisserl was geht immer!“
Auch für einen mehrtägigen Radurlaub bietet die Region viel Spielraum. Die Entdecker-Radtour verbindet die Region etwa auf rund 180 Kilometern und lässt sich – je nach Variante und Tempo – in drei bis vier Tagen erradeln. Wer weniger Zeit hat, kann einzelne Abschnitte als Tagestouren fahren.
Gerade diese Mischung macht das überregionale Radwegenetz interessant: An einem Tag kann eine gemütliche Flussrunde auf dem Programm stehen, am nächsten eine hügeligere Tour mit Aussicht oder eine mehrtägige Radtour.
Genussradeln heißt: Der Weg darf das Ziel sein
Das Quellenviertel ist keine Region, in der man ständig auf den nächsten Gipfel und das nächste Ziel zufährt. Und genau drin liegt ihr Reiz. Hier führen die Wege entlang von Flüssen und durch Auen, vorbei an Moorlandschaften und über sanfte Hügel. Es gibt ausreichend Kilometer für lange Radtage, aber genauso Möglichkeiten für eine kurze Runde. Und zwischendrin bietet das Quellenviertel auch viele gute Gründe, den Fahrradsattel zwischendurch zu verlassen. Etwa für die regionale Wirtshauküche, die alte Braukunst, die heißen Thermalquellen oder einfach eine spontane Pause, wo es gerade besonders schön ist.

















